Freudenfeuer in Großvillars
Überwältigende Resonanz beim Freudenfeuer in Großvillars am vergangenen Freitagabend.
Mit einem Freudenfeuer gedenken alljährlich am Vorabend des 17. Februar die Waldensergemeinden im Piemont der Gewährung ihrer bürgerlichen Freiheit im Jahre 1848.
Und auch in Deutschland beteiligen sich einige Waldensergemeinden seit geraumer Zeit an dieser Tradition.
Anlässlich des 170. Jahrestages dieses Gnadenpatentes, das den Waldensern im Piemont ihre bürgerlichen und politischen Rechte wieder gebracht hat, fand auch im Waldenserort Großvillars zum ersten Mal ein Freudenfeuer vor impossanter Kulisse statt!

Um 18 Uhr eröffnete Pfarrer Likas Frei mit einer beeindruckenden Rede über die geschichtliche Entwicklung der Waldenser mit einem Brückenschlag zu den heutigen Menschenrechten in Deutschland den Gottesdienst anlässlich des Freudenfeuers. Der Ev. Kirchenchor Großvillars, unter der Leitung von Silke Pfeil, begleitete den Gottesdienst, zum Teil in die historische Waldensertracht gekleidet, mit eingängigen Waldenserliedern und einem Textvortrag von Hans Dieterle auf französich.

Bürgermeister Nowitzki, der die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen hat,
und sich auch für die Umsetzung einsetzte und diese mitgestaltete, sagte in seinem Grußwort an die Teilnehmer: "Ein Freudenfeuer für Recht und Freiheit hat heute Premiere in Großvillars."
Ortsvorsteher Oskar Combe, der das Freudenfeuer initiierte, danke in seiner Ansprache allen Vereinen und Organisationen der Festgemeinschaft Großvillars für die tolle Unterstützung und Mitgestaltung dieser Veranstaltung. Die Ev. Kirchengemeinde gestaltete den Gottesdienst, die Feuerwehrabteilung Großvillars mit Unterstützung der Abteilung Flehingen, kümmerte sich um die Fackelausgabe und das sichere Abbrennen des Freudenfeuers, der Turnverein und der Bürgerverein sorgten für Getränke und Verpflegung. Schon im Spätjahr schlug eine kleine Gruppe Helfer Holz im Wald um das Freudenfeuer am Vormittag aufzuschichten. Schlicht, das ganze Dorf war wieder eingespannt. Unser Dank geht an dieser Stelle auch an die Jagdhornbläsergruppe Stromberg, die den Gottesdienst mit zwei Liedern umrahmte und auch am Abbrandplatz spielte und die Bläsergruppe des Musikvereins Oberderdingen die die Fackelausgabe umrahmte und ebenfalls am Abrandplatz spielte. Dank nochmals an Markus Riel und Madeleine Kirsch für die Spende der Fackeln und an die Fam. Vincon vom Büschlehof für die Zurverfügungstellung des Grundstücks zum Abbrand des Feuers. DANKE!
Wir alle hatten etwas Bedenken, ob das Feuer richtig brennen würde, da das Holz ja im Freien saß und wir alle noch keine große Erfahrung mit solchen Feuern hatten. Aber das Ergebnis war klasse. Jeder konnte mit seiner Fackel ans Holz heran und so zum Entzünden des Stapels beitragen. Insbesondere für die Kinder war dies ein schönes Erlebnis.
Dass zum Teil größere Warteschlangen bei den Verpflegungsständen entstanden, sei uns nachgesehen; mit diesem Andrang hatten wir nicht gerechnet. Aber es war Premiere und so ist noch Luft nach oben......
Die Presse hat berichtet, und ab Donnerstag kann der Filmbeitrag auch im Fernsehen oder Internet bei KraichgauTV angesehen werden.
Zuletzt noch mein Dank an alle Oberderdinger, Flehinger und Großvillarser, und alle Gäste aus nah und fern, die uns durch ihre Teilnahme so toll unterstützt haben.
Weitere Bilder im nächsten Blättle.
Oskar Combe, Ortsvorsteher Großvillars

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